VIA ALPINA

Woche 12 – Eure Fragen & meine Antworten (Pausenwoche)

Fragen zur roten Via Alpina (Route)

Wie gut ist die Via Alpina ausgeschildert & trifft man viele andere Leute?

Die rote Via Alpina ist so gut wie nie markiert – mit wenigen Ausnahmen in der Region Bern. Manchmal sieht man eine Via Alpina Etappen-Plakette. Daher muss man selbst wissen, welchen Wegweisern man folgen sollte und welche Ortschaften man ansteuert. Da hilft mir die GPS Route sehr, welche man auf der offiziellen Via Alpina Webseite (http://www.via-alpina.org/de/page/237/der-rote-weg) downloaden kann. In 2.5 Monaten habe ich bis jetzt eine andere Person getroffen, die auch die Via Alpina macht. Sonst trifft man Tagestouristen, oder Wanderer die eine oder auch mehrere Wochen auf anderen Weitwanderwegen wie dem Alpe Adria Trail unterwegs sind oder die Alpenüberquerung von Salzburg nach Trieste machen. Man findet aber Gleichgesinnte unter dem Facebook Forum „Via Alpina Community“, wo wir Wanderer uns austauschen können. 

Was ist der Unterschied zwischen den Schweizer Via Alpina und der roten Via Alpina Route?

Die rote Via Alpina führt einen durch alle 8 Alpenstaaten – der Sinn der Sache – und geht entlang dem Alpenhauptkamm von Monaco nach Trieste (Meer zu Meer). Das sind total 2600 Kilometer und die Route gilt als eine der anspruchsvollsten Weitwanderwege in Europa. Die Schweizer Via Alpina ist die grüne Route und ist von Montreux nach Vaduz und hat eine komplett andere Routenführung, als wenn man auf der roten Route die Schweiz durchquert. Die grüne Route ist nördlicher als die Rote und man könnte auf der roten Via Alpina während der Schweiz Durchquerung die grüne Route laufen um abzukürzen (steht so auf der Webseite). Johanna, eine Kollegin von mir, hat die grüne Via Alpina diesen Sommer gemacht und war etwas enttäuscht, da die Strecke oft auf Forstwegen verlief. Heisst aber, dass sie für Einsteiger super geeignet ist und man in 2-3 Wochen durch die ganze Schweiz laufen kann. Die rote Via Alpina hat in der Schweiz ein paar fordernde Abschnitte drin (aber meistens mit Ketten gesichert oder Stahlleitern), wo man wirklich keine Höhenangst haben sollte. Auch dauerte meine Schweizdurchquerung 5 Wochen! Aber ich habe es geliebt und trotz den vielen Höhenmetern war es der Hammer! 

Empfehlung:

Grüne Via Alpina: Einsteiger, noch nicht so viel „Weitwandererfahrung“

Rote Via Alpina: Für erfahrenere Wanderer ohne Höhenangst (Abenteuer garantiert!)

Wo hat es dir bis jetzt am Besten gefallen – welche Zwei-Wochenabschnitte sind zu empfehlen?

Der Anfang vom vom Wallis und das Tessin (jeweils eine Woche) war sehr cool. Für einen zwei Wochenabschnitt würde ich empfehlen beim Pragser Wildsee einzusteigen, die Dolomiten zu durchwandern und dann in den karnischen Höhenweg einzusteigen bis zum Plöckenpass. 

Kann man den karnischen Höhenweg (Abschnitt der Via Alpina) auch mit Kids machen?

Ich denke schon, aber kommt drauf an wie alt sie sind und wie gut (bzw. sicher) sie laufen. Aber wenn sie schon mal auf einem Klettersteig waren und das gut klappt, dann ist der karnische Höhenweg sicher kein Problem. Ausserdem kann man heikle Passagen auch umgehen. Habe mehrere Kinder ca. im Alter von 10 Jahren gesehen.

Gibt es viele Klettersteigabschnitte?

Keine richtigen Klettersteige, aber Abschnitte mit Stahlseilen, Ketten und Leitern (z.B. ab Godey nach Gsteig) gab es bis jetzt ca. 3-4. Sind aber in den Kommentaren bei der Via Alpina Seite immer erläutert. 

Wie ist es mit einem Visa –  muss man in den Ländern eigentlich eine offizielle Grenze passieren?

Nein. Als Schweizerin ist das recht easy und man läuft einfach auf dem Wanderweg über die Grenze. ID ist natürlich dabei. 

Fragen zu Motivation, Herausforderungen, Ausrüstung und Organisation

Wie hast du dich vorbereitet für die Via Alpina und wie lange?

Mit Weitwandern befasse ich mich seit 2017 intensiver und irgendwann war klar, dass ich eine grössere Tour machen wollte. Jedoch wusste ich nicht wo und wann. Als ich meinen Job gekündet hatte, war der Plan dann fix. Ich habe deshalb im Winter bei der Skischule gearbeitet, um nebenbei genug Zeit zu haben, die Wanderung zu planen. Als dann Corona kam ist mir die Lust am Planen vergangen und hab dann erst wieder weitergemacht, als die Lockerungen angefangen haben. Denn da wusste ich schon, dass ich nicht wie geplant am 1. Mai 2020 in Monaco starten kann. Konditionell habe ich mich nicht vorbereitet, aber als Skilehrerin ist man immer draussen und bewegt sich ständig. Ich war während dem Lockdown auch nicht wandern. Aber beim Wandern kommt man immer schnell rein (Wander-Flow) und es braucht physisch nicht sehr viel Vorbereitung, wenn eine Grundfitness vorhanden ist. 

Wie schnell läufst du im Durchschnitt?

Schwierig zu sagen. Habe manchmal eine Strecke mit Komoot getrackt und da war es um 4kmh. Ausserdem war ich am Anfang langsamer als nach ein paar Wochen, da ich mich an das Rucksackgewicht gewöhnt hatte. Pro Tag waren es 25 Kilometer bis jetzt (73 Tage unterwegs, 8 Pausentage sind somit 65 Wandertage bei 1600+ Kilometer). Zusätzlich ist die Via Alpina recht Höhenmeter geladen. Da schaffe ich pro Stunde 400-600hm, je nach Verfassung und pro Tag waren es im Schnitt etwas unter ca. 1200 Höhenmeter. Die Daten der Kilometer habe ich von meiner Uhr (trackt alles) und die Höhenmeter sind grob geschätzt gemäss den offiziellen Via Alpina Angaben.

Wie erging es dir bisher psychisch? Wie schaffst du es durchzuhalten?

Unterschiedlich und meistens ist die Laune auch stark vom Wetter abhängig. Wenn das Wetter gut ist und die Etappe cool, dann ist alles ein Klacks, auch wenn’s richtig viele Höhenmeter zu meistern gibt. Und wenn es regnet und blitzt, dann ist einfach alles scheisse und man weiss auch nicht genau, was man machen soll (wo schlafen, Route umplanen für Sicherheit etc.). Ansonsten bin ich (gemäss meinen Freundinnen) ein sehr ehrgeiziger Mensch (und gemäss meiner Familie zu wenig ehrgeizig – aber meine Familie ist kein gute Vergleich :D) und kann durchbeissen wenn es hart wird. Wenn ich ein Ziel habe, welches ich mit ganzem Herzen verfolge, dann wird mich wenig davon abbringen können. Und ich würde mich als starke und sehr selbständige Persönlichkeit bezeichnen. Für eine Weitwanderung sind das gute Voraussetzungen.  Christine Thürmer sagt (die meistgewanderte Frau der Welt), dass die besten Chancen Frauen haben, welche alleine starten, wirklich bis ans Ziel zu kommen. 

Hast du immer ein Tagesziel oder entscheidest du spontan, wo dein Schlafplatz sein wird?

Ich habe immer eine Etappe geplant und laufe mindestens bis dorthin. Meistens dann etwas weiter, um wieder ein bisschen weg zu kommen von der Alp oder Hütte. Die Etappen der Via Alpina sind ja immer auf Unterkünfte ausgerichtet. Also z.B. von Hütte zu Hütte und dann laufe ich noch 1h länger zu einem Platz, der mir auf der Karte flach genug für ein Zelt erscheint. 

Wie schwer ist dein Rucksack?

Maximal 14 Kilogramm wenn ich 4kg Wasser mittrage und 3kg Essen. Sonst liegt das Rucksackgewicht etwa bei 11 Kilogramm, da ich meistens nur 1.5 Liter Wasser dabei habe, sofern es keine Region mit Quellenmangel ist. Mein Baseweight ist zwischen 6-7 Kilo (Zelt, Matte, Schlafsack, Rucksack, Kochsachen, Kleidung etc.).

Was für Essen hast du dabei?

Recht langweilige Auswahl: Nüsse, Dörrfrüchte, Knäckebrot (Darvida), Nudelsuppe & Pasta, Baby-Smoothies, Riegel und Sugus.

Wie viel Essen hast du dabei, wie lange bist du ohne Verpflegungsmöglichkeit (Laden)?

Habe normalerweise Essen für ca. 5-7 Tage dabei, dass sind ca. 3kg. Habe aber oft in Hütten und Restaurants am Weg gegessen. Für gewöhnlich hat man jede Woche eine Einkaufsmöglichkeit und sonst muss man halt mal absteigen (in ein Tal), um Nachschub zu besorgen.

Wie viel Geld benötigt so ein Projekt?

Da es für mich ein „once-a-lifestime“ Projekt ist, bin ich gar nicht sparsam unterwegs. Ich buche mal ein tolles Hotel wenn ich Lust habe und esse wo und wann ich will in Hütten. Ich denke schlussendlich komme ich ca. auf 5000.- Franken inkl. Hotels, Zugkosten, Essen und so weiter. Ist aber nur eine geschätzte Summe. 

Übernachtetest du immer im Zelt?

Nein. Im Schnitt so 5 Tage pro Woche. 1 Tag bin ich immer in einer Herberge oder Hotel (duschen, Wifi, Powerbank laden) und wenn das Wetter scheisse ist, dann gehe ich spontan in eine Hütte, um in Sicherheit zu sein. Zwischendurch wenn ich Besuch hatte (meine Mama beispielsweise), dann war ich nur in Hütten und auch in den Dolomiten und dem karnischen Höhenweg, war ich fast nur in Hütten wegen dem Zeltverbot und weil‘s gemütlich war.

Machst du die Route alleine?

Ja, ausser ich habe Besuch von Freunden. Wollte bei diesem Projekt unabhängig sein und bin im Normalfall gerne alleine – ausser ich habe gerade Heimweh.

Wie ergeht es dir als Frau beim Solo-Camping? Was machst du, wenn du dich unwohl fühlst?

Ich bin 2017 das erste Mal eine Woche mit dem Zelt gewandert, daher ist es nichts absolut Neues für mich und ich liebe das draussen Schlafen! Aber es gibt ein paar Sachen, die für mich wichtig sind: Das Wetter muss mitspielen (kein Unwetter – also Regen ist okay  – aber Blitz & Donner gehe ich aus dem Weg), der Platz muss weit weg von der Zivilisation sein, nicht im Wald, nicht in der Nähe von Kuhherden und nicht zu ausgesetzt (Wind). Zusätzlich schlafe ich immer mit Ohrenstöpsel und meistens mit dem Stirnband über den Augen. So schlafe ich besser, als wenn ich bei jedem Rascheln aufrecht im Zelt sitze und dann bemerke, es war ein etwas grösserer Käfer und kein Fuchs (so passiert). Wenn ich mich unwohl fühle, laufe ich weiter bis mir ein Platz gefällt und stelle das Zelt immer noch bei Tageslicht auf. Und wenns ganz schlimm ist, dann habe ich auch einmal alles zusammengepackt und bin ins Tal gelaufen und habe bei einem Hotel angerufen (know your escape-plan = am besten vorab informieren und wissen, wo ein Dorf oder eine Hütte ist). Sicherheit geht immer vor! Aber bei den ersten Nächten alleine im Zelt fühlt man sich meistens noch nicht so wohl –  das ist normal. Auch schläft man nicht gut. Mittlerweile schlafe ich aber super! Obwohl ich einen dreifachen Beckenbruch hatte und seither Mühe habe auf den Matten zu schlafen. Und: Ich habe zu Beginn der Pausenwoche in meinem eigenen geliebten Bett nicht gut geschlafen. Ich glaube, ich vermisse mein Zelt…

Wie ist es mit der Einsamkeit auf der Via Alpina?

Hätte ich zu Beginn nicht gedacht, aber ist wohl meine grösste persönliche Herausforderung. Wenn es nicht gut läuft, dann ist es hart wenn du weisst, zuhause wartet eine Wohnung, dein Freund und Familie, ein Büsi sowie ein Job auf dich. Es wäre so einfach heimzureisen in schlechten Momenten. Ich bin eigentlich nicht einsam, aber manchmal packt mich das Heimweh (war schon immer so). Und sonst ist man ja nicht lange alleine unterwegs, das kommt selten vor. Oft trifft man andere Touristen & Wanderer und wenn ich schon lange mit niemanden mehr gesprochen habe, dann quatsche ich halt jemand an 😀

Hast du manchmal nicht Angst – besonders vor Männer?

Es hört sich so doof an, wenn ich das sage, aber ja und wenn ich meine Ängste priorisieren müsste, dann ist Gewitter zuoberst und fremde Menschen (meistens halt einfach Männer – sorry) kämen als zweites. Wenn mir jemand einen komischen Eindruck vermittelt, dann lege ich einfach einen Zahn zu oder „telefoniere“. Bis jetzt ging alles gut und niemand hat mich wirklich dumm angemacht. Aber ich war ein paar mal im Zelt und hatte Angst (nur im Wald) vor dem Kettensägenmörder (Klassiker – wie so eigentlich immer diese Kettensägen?). Und zu meiner Angst vor fremden Männer muss ich sagen, dass ich zwei mal in meinem Leben schlechte Erfahrungen gemacht habe, beispielsweise als ich auf dem Nachhauseweg (in einer grossen Stadt) in Frankreich von drei Jungs sehr grob überfallen wurde. Davor war ich weniger ängstlich. Deshalb muss ich meine Angst akzeptieren und versuche mich mit anderen Sachen abzulenken. 

Was war dein schlimmstes Via Alpina Erlebnis bisher?

Der Entscheid wirklich zu starten war schwierig. Wollte Ende Mai zwei Tage vor meiner Abreise gar nicht mehr los und dachte selbst, wie man auf so eine doofe Idee kommt 4-5 Monate alleine durch die Alpen zu wandern. Da ging es mir nicht so gut, bis ich dann endlich den ersten Schritt machen konnte. Auch das immer wieder Abschied nehmen (vor allem jetzt nach einer Pause zuhause) ist für mich schlimm und mein Sturz auf einem vereisten Schneefeld in einen Geröllhang im Tessin (bei strömendem Regen) hätte auch nicht sein müssen.

Wie streng empfindest du die Via Alpina?

Wenn es heiss ist, dann ist es extrem streng! Das war im Tessin heftig und in Slowenien. Auch sind vergleichsweise 8h und 1000hm mit dem grossen Rucksack ein ganz anderes Kaliber, als wenn ich solche Strecken an einem Wochenende, frisch ausgeschlafen und geduscht, mit meinem Tagesrucksack mache. Mit der Zeit kommt man jedoch gut in den Flow. Es ist definitiv eine anspruchsvolle Tour und viel mehr würde bei mir nicht drin liegen. Aber bin immer wieder überrascht, dass mein Körper so eine Belastung so super wegsteckt. Doch man hat eigentlich immer ein Wehwehchen zu pflegen..

Hattest du nie Schmerzen?

Doch, jede Woche irgendwas Neues. Aber was mich immer begleitet ist ein Schlüsselbeinschmerz. Aber der ist aushaltbar und habe noch nichts gefunden, was langfristig dagegen hilft. Sonst: Rückenschmerzen und hatte desöfteren Ausschlag, welcher vor allem sehr genervt hat.

Was machst du gegen Blasen und wie behandelst du sie, wenn sie schon aufgeplatzt sind?

Mein Tipp: Versuche alles dagegen zu machen, dass du Blasen bekommst. Ich bekomme sehr schnell und oft Blasen und die richtige Schuhwahl für das richtige Terrain und Wetter ist schon mal ein sehr grosser Schritt. Z.B. Man braucht nicht immer wasserdichte Schuhe. Weil wenn es heiss ist, dass hat man kaum eine Lüftung und wenn dann noch Reibung entsteht (vor allem beim steilen berghoch laufen an den Fersen) dann kommen die Blasen. Auch die richtigen Socken spielen eine Rolle. Weitere Tipps: Blasenstift von Compeed, Nylon-Socken unter dem Wandersocken, Füsse über Mittag unbedingt lüften und Socken trocknen oder wechseln, Compeed Blasenpflaster, evtl. tapen – aber nicht zu stark verarzten, kann nur weiteren Schwachstellen führen. Wenn die Blasen offen sind dann eincremen mit Wundheilsalbe und über nach trocknen lassen. Ansonsten ignoriere ich Blasen so gut es geht und eher mal eine Pause machen, damit es nicht so weit kommt.

Hast du eine Empfehlung für ein 1-er Zelt?

Kommt drauf an, für was man es braucht und wo. Meine Kriterien: Leicht, freistehend, komfortabel (2-Wandzelt und kann locker drinnen sitzen – also kein Tunnelzelt). Daher bin ich mit dem Hubba NX sehr zufrieden. Sonst denke ich, wäre auch das 1-er von Big Agnes etwas für mich. Ein Tarp oder ein Z-Packs Zelt (beides viel leichter), ist mir zu wenig Komfort auf so einer langen Reise.

Deine Schuhwahl? Ist es richtig, dass robuste Schuhe für lange Touren nicht geeignet sind?

Meine erste Tour hatte ich mit meinem bedingt steigeisenfesten Bergschuh gemacht, da ich mit Schneefeldern rechnen musste. Als es dann sehr heiss wurde, habe ich wegen der schlechten Lüftung viele Blasen bekommen und wenn man auf Asphalt laufen muss, dann dreht man wegen der harten flachen Sohle fast durch. Am Abend hatte ich dann immer Fusssohlenbrennen. Dann bin ich bei einer anderen Tour (Jura Crest Trail) alles im On Cloudventure Trailrunner gelaufen. Für die Via Alpina probierte ich es mit dem Cloudrock, da er leicht und weich ist wie ein Trailrunner aber höher geschnitten ist. Ich habe mir nämlich schon 2x die Bänder angerissen und wollte es daher nicht provozieren. Der Cloudrock ist für mich super! Ich habe nie Fussbrennen und selten Blasen. Einzig im harten Schneefeld komme ich wegen der Schuhwahl an meine Grenzen. Deshalb hatte ich im Juni noch Mini-Spikes dabei. 

Vorteile Cloudrock: Leicht, weich, gut gedämpft, schönes abrollen möglich (Fuss wird dadurch kräftiger), trocknet schneller wieder und er sieht hübsch aus. 🙂

Achtung: Beachtet, dass bei Weitwandertouren eure Füsse grösser werden. Hatte ich auch ignoriert und der zweite Schuh war mir dann etwas knapp. Daher habe ich für den letzten Abschnitt bis Monaco nun den dritten Schuh bereits bestellt und zwar in einer ganzen Nummer grösser als normal.


Info zur meiner Ausrüstung: Auf wildmountainheart.ch findet ihr unter Equipement meine ganze Ausrüstung als PDF in einer Excelliste mit Gewichtsangaben.


Reflexion: Wichtig ist mir auch, immer zu reflektieren wie es mir ergangen ist und wie ich Herausforderungen meistere. So kann ich mich als Weitwandererin und wahrscheinlich auch als Mensch weiterentwickeln und viel dazulernen. Ich merke einen riesen Unterschied zu meinem ersten Tag auf der Via Alpina (nervös, 4.5kg Wasser dabei, streng mit mir selber) zu jetzt (ca. 1kg Wasser, entspannt, passe mit den Umständen besser an, stiere nichts durch). Oft werde ich auch gefragt, wieso ich das mache und ob mir das Wandern nicht langweilig wird. Erstens ist es für mich extrem entspannend – kann dafür nichts mit Yoga anfangen – und zweitens wechseln die Regionen so schnell, dass man sich immer wieder auf etwas Neues freuen kann. Oder auch die Begegnungen auf der Wanderung sind Momente, an welche ich sehr oft denke. 


Wenn ihr weitere Fragen habt, dann schreibt doch einen Kommentar oder eine Nachricht auf Instagram. Ich werde dann versuchen, diese zu beantworten.

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