Eine Woche bin ich schon unterwegs, dabei habe ich innerlich immer nur mit vier Tagen gerechnet. Warum? Weil meine Voraussetzungen eher schlecht waren (bzw. immer noch sind) und ich im Sommer 2025 als ich Domenica auf dem Alpenpässeweg begleitet hatte, nach 4 Tagen wegen höllischen Knieschmerzen nicht mehr gehen konnte. Aber jetzt zurück zum Start und wo ich überhaupt unterwegs bin.
Via Rätia – mein Sommerprojekt 2026
Die Via Rätia ist eine eigene geplante Route rund um den Kanton Graubünden. Die Idee entstand gemeinsam mit Domenica, als wir auf der Via Glaralpina (richtig coole, alpine Kanton Glarus Tour) wanderten. Seit einem Jahr plane ich etwas intensiver und habe mir knapp zwei Monate im Juli und August freigehalten für das Projekt: einmal um Graubünden zu wandern, auf bestehenden Wanderwegen nahe der Kantonsgrenze. Wenn es blau/weisse Wanderwege in der Nähe hat, wurden diese gewählt, damit es eine Route nach meinem Geschmack sein wird. Die ursprüngliche Routenplanung hatte 1000km und täglich 1700hm Auf- und Abstieg. Dass das für mich im Sommer 2026 nicht machbar sein wird habe ich schnell realisiert. Nun sind es etwa 200km weniger und 1500hm pro Tag. Start und Ziel der Route ist Flims. Ich bin sogar von meiner Haustüre losgewandert. Die Route ist bewusst nicht auf Effizienz ausgerichtet (schnellsten Weg-Verbindungen) und hat auch nicht den Anspruch jeden Graubünden Winkel bis zu hinterst abzuwandern. Es soll mir einfach Spass machen in meiner Heimat mal etwas länger unterwegs sein zu dürfen. Gleichzeitig ist es für mich sehr inspirierend, Gegenden die mich interessieren (die Alpen oder eben in diesem Fall den Kanton Graubünden) zu Fuss noch viel bewusster und intensiver kennenlernen zu können.
Die Vorbereitung
So schlecht vorbereitet auf eine Weitwanderung war ich noch nie. Am Tag vor meiner Tour habe ich noch an den Etappen rumgebastelt und mein Etappenexcel fertiggestellt. Auch meine Ausrüstung habe ich „no gschnell“ zusammengesammelt und den neuen Biwaksack (das Zelt und der Gaskocher ist nicht mehr dabei auf der Tour) nicht einmal mehr testen können vor Abmarsch. Mein Garmin In Reach Mini 2 hat bis zum Abmarsch nicht die Verbindung mit meinem Handy herstellen können. Also bin ich ohne Tracking unterwegs. Das hat mich wahnsinnig gemacht, weil es teuer ist und ich sicher 3-4 Tage lang und insgesamt 10h mit diesem Gerät herumhantiert hatte. Trotzdem blieb ich erfolglos.
Dann die physische Vorbereitung: Durch die zwei Unfälle und diversen Eingriffen war ich in den letzten 1.5 Jahren sportlich für meine Verhältnisse quasi inaktiv. Ich würde behaupten, ich war noch nie in einer so schlechten körperlichen Verfassung. Die kleineren Ausflüge und Wanderungen die ich dann trotzdem in dieser Zeit gemacht hatte, waren oft mit Schmerzen verbunden oder es war ein Kampf, weil ich so unfit war und keine Kondition hatte (eigentlich immer noch so). Frustrierend. Aber ich hatte mir ein Jahr lang diesen Zeitraum freigehalten, die Arbeit für Juli und August pausiert und wollte es zumindest versuchen. Heimgehen kann ich jederzeit. Und wer weiss, vielleicht heilt mein Körper mit regelmässiger Bewegung und die Schmerzen in den Füssen werden besser. Diese Hoffnung trage ich zumindest mit. 🙂
Tag 1:
Relativ spontan entschloss sich meine Mama mit mir zu starten. Das ist eine Freude, denn es ist ein heisser Tag und ich habe nicht so Lust auf den Talstart. Das ewige aus dem Tal hochsteigen in dieser Hitze gehört nicht zu meinen Lieblingsaktivitäten. Ich bin gern ab 2000 Metern unterwegs. Natürlich könnte ich eine Bahn nehmen, aber mache ich nicht. In Flims kenne ich die Wanderwege sehr gut. Den wunderschönen Trutg dil Flem wollte ich aber nicht gehen, zu oft bin ich diesen schon gewandert. Daher sollte es via Lerchenwägli nach Foppa, Naraus und zur Segneshütte gehen. Meine Mama und ich kommen zügig voran, aber die Hitze ist erbarmungslos. Wir machen im Schatten eines Hüttlis eine Pause und unsere Köpfe sind tiefrot. Glaube ein Ragettli-Ding, einen richtig roten Kopf zu bekommen. Ich muss Mama sogar versprechen, dass das Foto von ihr bei der Pause nirgends auftauchen wird. Promise! 😉 Bei Naraus nach fast 1000 Höhenmetern trinken wir kurz etwas, da die ehemalige Bergstation bei Naraus nun glücklicherweise wieder ein Bergrestaurant ist. Der Höhenweg zur Segneshütte hat eine neue Routenführung erhalten, ist aber noch immer wunderschön. Bei der Segneshütte gibt es dann noch einen ordentlichen Zmittag bevor es zur alten Graubergstation hochgeht und Mama sich irgendwo zwischen Nagens und Mutta verabschiedet, um mit der Bahn in Tal zu fahren. Aber nicht ohne mir noch ein Couvert mit Briefli und Glücksbringer zu übergeben. <3
Ich wandere noch bis zur Vorabgletscher. Dann die erste grosse Entscheidung: Ich ringe mit mir, ob ich aus Sicherheit und Windschutzgründen bei der Station schlafen soll, oder noch weiter wandere für einen schöneren Platz. Nach den vielen Höhenmetern, der Hitze und dem schweren Rucksack, wie immer zu Beginn (Foodbag voll), entscheide ich mich für die sichere Variante im Windschutz der Station. Immerhin ist der Biwaksack noch nicht outdoor-erprobt (nur zu Hause aufgebaut) und ich habe Angst zu frieren auf 2500 Metern über Meer. Ich bin mit der Ultralight Matte mit kaum R-Wert und meinem 500g Quilt unterwegs. Den Quilt habe ich aber noch beim Createlab waschen und mit neuen Daunen etwas upcyclen lassen. Die Wärmeleistung müsste somit wieder besser sein. Als ich ankomme finde ich einen guten Platz, warte bis ein Velofahrer weg ist (es ist ca 19.00 Uhr) bade kurz im eisigen Gletschersee und esse meine Snacks. Für heute gibt es noch ein Crest-Sandwich, ab morgen dann nur Riegel und Darvidas. Ich erlebe meinen ersten Happy-Boost und ich fühle mich ultra befreit und liebe es grad einfach hier zu sein. Es war die richtige Entscheidung, einfach mal gestartet zu haben. Um 21.00 Uhr taucht noch ein Basler E-Biker auf, der mein Schlafplatz begutachtet und sagt: „Dachte nur ich sei wild, aber das ist ja next Level.“














Die Nacht ist ganz okay. Ich bin zwar nervös und taste immer zwischen Biwaksack und Schlafsack, automatisch, im Halbschlaf. Der Grund: Ich habe Angst, dass es nass wird (Kondens zwischen den Schichten), das altbekannte Biwaksackproblem. Um 06.50 Uhr geht mein Wecker und schon kommen die ersten Bauarbeiter an. Mist, schnell weg. Ich breche überstürzt auf und wandere über die Steinwüste des Vorabgletschers in Richtung Bündner Bergjoch, bevor die Via Rätia abenteuerlich auf blau weiss Kraxelstellen zur Bergstation des Gletscherliftes und später zum über 3000 Meter hohen Bündner Vorab geht. Diese Region kenne ich noch immer sehr gut. Auf den Abschnitt zwischen Bündner Vorab und Panixerpass habe ich mich sehr gefreut. Eine spannende Grattour im T4 Bereich, die ich bei Regen und Nebel gemacht hatte. Endlich sehe ich die Gegend bei Sonnenschein. Es gibt eine exponierte Stelle mit Stahlkette, die ist aber nicht wirklich schwer. Der Rest geht prima. Es geht an der Bergkante bergauf und ab und mir kommen nur zwei andere Wanderer entgegen. Beim See mache ich kurz Pause und würde gerne baden gehen, mir ist ultra heiss. Den ganzen Tag ohne Schatten. Doch in mir der Druck: „Ich sollte besser weiterziehen, heute muss (will) ich bis zum Kistenstöckli bei Brigels.“ Als ich merke, dass ich mich selbst stresse, damit ich möglichst schnell weiterkomme, entscheide ich mich genau aus diesem Grund (ein Protest gegenüber mir selbst) eine Badepause zu machen. I mean, what‘s the point?! Eine coole Weitwanderung planen und dann bei den Highlights durchstressen, weil ich möglichst schnell sein soll?! Nein nein, ein Bergseebad am Mittag muss sein. Zudem wird es mir gut tun!
Nach dem Baden lasse ich die Sonne meinen Körper trocknen und hoffe es kommt niemand, weil einen Bikini habe ich keinen dabei. Aber insgesamt sehe ich an diesem Tag nur 4 Menschen und das obwohl ich total fast 12h unterwegs bin! Beim Panixerpass angekommen geht es bergab zum Bach, wo ich dringend Wassernachschub brauche. Danach geht es über insgesamt drei Übergänge bis kurz vors Kistenstöckli. Kurz vor der Falla da Lenn bin ich soooo am Ende, dass mir schon am zweiten Tag zum Heulen zu Mute ist. Ich habe mir beide Füsse vertreten und Schmerzen. Auch die Knie tun mir weh, 1800hm Auf- und Abstieg sind einfach eine Nummer zu viel, so früh auf der Tour. Ich hinterfrage, was ich vorhabe und warum ich immer so anstrengende Sachen machen will. Eine erste Sinnkrise…
Zum Schluss geht es noch durch eine riesige Mutterkuhherde, wo ich lieber mein Leben beim Klettern über einen Felsvorsprung riskiere als mitten durch die Kühe zu gehen. Lohnt sich aber, ich komme gut durch die Herde und bin froh endlich wieder den Zaun zu sehen. Am Schluss wirds windig und dunkel, es ist schon gegen 19.00 Uhr und ich habe keine grossen Pausen gemacht. Endlich erreiche ich mein Ziel und sehe die Bifertenhütte, wo ich aber nicht schlafen möchte. Ich stelle mein Biwak auf und es beginnt ein bisschen zu regnen. Oh no, doch Bifertenhütte? Ich wasche mich erstmal im Bach und glücklicherweise hört es auf zu tröpfeln. Frisch „geduscht“ geht es ins „Bett“ und ich esse noch ein paar Riegel zum Znacht. Das ist aber nicht weiter schlimm (dass es kein grandioser Znacht ist), da ich nach so krasser Anstrengung eh fast nicht mehr essen kann / will. Irgendwie bin ich gegen Ende des Tages zwar unendlich erschöpft, aber glücklich.
















Um 23.00 Uhr wache ich auf. Ich liege auf dem Boden! Shit, meine Matte scheint ein Loch zu haben. Ohhh no, jetzt wird die Nacht riiiichtig ungemütlich! Erstens wegen der Kälte, die vom Boden in meinen Körper kriechen wird, so ganz ohne Isolation der Matte und zweitens wegen unbequem. Ich versuche das Leck mit Taschenlampe ausfindig zu machen, bin aber nicht erfolgreich und gebe auf. Ich blase die Matte erneut auf, in der Hoffnung, dass mir eine Stunde geschenkt wird und die Luft nur langsam abgeht. Ich bin danach eine Stunde wach und nervös was passiert. Zu meiner Verwunderung bleibt es aber dabei. Die Matte hält doch noch?! Jedenfalls wache ich erst nach 05.00 Uhr bei leuchtender Morgendämmerung wieder auf.
Als ich noch im Biwak liege habe ich grosse Sorgen, wie es sich anfühlen wird, wenn ich auf den Beinen bin. Ob mein Körper schon am Ende ist, nach dem krassen Tag gestern? Ob die Tour somit schon abgebrochen werden muss? Jeder Tag fühlt sich an, als wäre er auf der Kippe, 50/50. Weiterwandern oder Heimgehen wegen irgendwelchen Körper-Problemen. Das ist mental sehr belastend und ich finde es extrem anstrengend so konzentriert unterwegs zu sein, jeder Schritt sollte sitzen, ich kann mir keine Träumereien beim Wandern erlauben… Als ich die ersten Schritte des Tages mache merke ich, dass sich mein (krasser) Körper sehr gut erholt und die Tour von gestern mir gar nicht zugesetzt hat. Als ich schlafen ging tat mir alles soo extrem weh, dass ich wusste ich werde nicht schlafen können. Weil ich den Schlaf aber so dringend brauchte, nahm ich kurzerhand eine Schmerztablette. Keine Lösung auf Dauer, aber für denn zweiten Tag für mich okay.
Ich esse etwas, gehe aufs „WC“ und da passiert es. Keine Ahnung wie es möglich war, aber ich klemme mir irgendwas mit einer hastigen Bewegung im Schulter / Nacken Bereich ein. Super, meinen Kopf kann ich jetzt nicht mehr drehen… Die Freude über den Körper ohne Beschwerden war kurz. Aber egal, es geht weiter mit Tag 3 auf der Via Rätia und ich wandere los.
Leider tut mir die Schulter doch mehr weh als gedacht, sodass mir schlecht wird. Das Rucksackgewicht auf den Schultern hilft sicherlich auch nicht. Nach etwa einer Stunde muss ich wieder durch eine Mutterkuhherde. Ich sehe den Älpler und frage, wie seine Kühe grad so drauf sind und er bietet mir an mich ein bisschen zu begleiten. Das schätze ich sehr. Denn ich habe Angst und ich mag es gar nicht wenn ich dafür ausgelacht werde oder „also von den Kühen musst du sicher nicht Angst haben“ Aussagen bekomme. Der Älpler erklärt ein bisschen die Herde: „Das ist die Dünnste. Die ist recht zahm und eine ganz Liebe, die kommt immer zu mir, weil sie manchmal von mir ein Brötli bekommt.“ Heute bekommt sie aber nur seine Hosensack „Brosmen“. Er erklärt weiter: „Da hinten ist das jüngste Kalb. Das hat eine ganz gute Muttter. Das beschützt es sehr gut. Ja mich kennen die Kühe, aber auch bei mir weiss ich nie, es kann schon auch mal gefährlich werden. Wenn die Kühe scharen, mit den Ohren flattern, den Kopf schief legen und so Luft durch dem Mund pressen, dann werden sie böse. Aber mit Abstand sollte das gehen.“ Krass, wenn auch er ehrlich zugibt: Man weiss es nie.. man sollte immer vorsichtig sein. Nach der Hälfte bin ich allein, habe trotzdem noch Angst, weil die Kühe auf dem Wanderweg stehen, bekomme ungünstigerweise Pudding-Beine und weiche immer mal wieder umständlich aus. Endlich geschafft! Jetzt den Abstieg bis Rubi Sut. Dort treffe ich kurz (und mehr oder weniger per Zufall) auf Mattiu, welcher hier hinten im Val Frisal sein neues Musik-Album aufnimmt. Wir quatschen ein paar Minuten und ich widerstehe zum ersten Mal einem Mitfahr-Angebot. Die Regeln sind immer noch gleich: Auf Weitwanderungen will ich jeden Meter wandern.
Oberhalb von Brigels lege ich mich am Wegesrand in den Schatten. Brigels bedeutet für mich übrigens mixed Feelings. Hier habe hier den Fuss gebrochen beim Gleitschirm fliegen. Ich war damals sogar mit dem gleichen Rucksack unterwegs wie jetzt.
Es ist heute schon wieder so heiss! Aber ich freue mich riesig, denn gleich kommt Besuch! Michal taucht auf und auch sie sagt als erstes, dass es viel zu heiss sei! Aber sie hat mir einen Eistee und (Guilty Pleasure ich weiss, aber selten gönne ich mir..) ein Kokosnusswasser mitgebracht. Danach wandern wir einen eher langweiligen Weg oberhalb von Brigels zu der Alp da Schlans. Es kommt ein kleiner See im Wald, wo ich mich kurz abkühle und wir Zmittag essen. Es ist zwar erst Tag 3, aber über Rüabli und Äpfel (hat Michal mitgebracht) freue ich mich, als hätte ich sie wochenlang nicht mehr gegessen. Wir kommen auf einen kleinen Waldweg, alles ist ultra vertrocknet und staubig. Es geht ein bisschen bergab, und vor dem grossen Aufstieg zur Puntegliashütte gibt es an einer Quelle eine Trinkpause. Ich trinke so viel wie wohl noch nie zuvor. Es ist lustig, alle meine Freunde wissen, dass ich viel zu wenig trinke und wenn ich auf einmal sehr viel trinke, sind sie überrascht. Die letzten 2h der eigentlich nur 7 Wanderstunden (bin im Abstieg immer langsamer als angegeben – das ist neu) sind hart. Ich mag nicht mehr und jammere, sodass Michal mehrmals anbietet, den Rucksack zu tauschen. Dann sagt sie: „Gibst du ihn mir nicht wegen deinem Ego?“ Gute Frage, aber so gross ist mein Ego nicht. Nein er ist soo krass schwitzig und nass, dass ich niemandem antun will den zu übernehmen. Als ich ihr das erkläre, sagt sie: „Komm gib jetzt her und wir tauschen.“ Mit ihrem Rucksack fühle ich mich, als hätte ich gar nichts dabei. Es geht auf einmal viel besser und Michal sagt, mein Rucksack sei so bequem, dass es für sie auch super passt.
Endlich auf der Punteglias Hütte oberhalb von Trun angekommen entdecken wir einen „Pool“. Einen selbstgebauten Holzpool. Es windet zwar ziemlich und ist frisch, aber wir kühlen uns in diesem ab. Die Hütte kenne ich schon, hier war ich schon mal, als ich auf den Tödi ging im 2021.
Wow, jetzt schreibe ich gefühlt schon seit Stunden an meinem Handy diesen Blogpost und bin erst bei Tag 3, obwohl ich so viele Details auslasse, um nicht viel zu schreiben. Ganz vergessen, dass Blogpost schreiben strenger ist als zu den ganzen Tag zu wandern. Ich hoffe ihr mögt die Blogposts trotzdem, auch wenn ich sie nicht x-male Korrektur lese, weil ich nicht so viel Zeit am Handy verbringen kann und will (Akku). Und den Text durch KI fetzen lassen will ich auch nicht. Daher sind die Formulierungen sicher nicht ganz so rund, wie sie es mit etwas mehr Zeit sein könnten. 🙂 So und jetzt geht es weiter auf der Via Rätia.
Auf der Punteglias-Hütte erhoffe ich mir besseren Schlaf als Draussen. Vor der Wanderung hatte ich eine extrem strenge Phase bei der Arbeit und hatte daher 10 Tage lang ein Schlafdefizit. Ich sehne mich nach einer richtig guten Nacht! Das das im Biwak nicht der Fall sein wird, war klar. Hoffentlich auf der Hütte!
Beim Abendessen quatschen wir mit allen am Tisch. Auch ein Bergführer den ich kenne ist hier mit zwei Gästen. Das Abendessen ist super und wir sind allgemein sehr dankbar hier sein zu dürfen. Es ist Wochenende und die Hütte war ausgebucht. Aber ich hatte angerufen und weil Gäste oft kurzfristig absagen, hat es kurzfristig dann manchmal doch Platz. Michal behandelt mich im Schlafraum noch wegen meinem Schulterproblem. Wie gut, dass sie heute dabei ist! Denn Michal ist Osteopathin und Physiotherapeutin. Danach geht es mir wirklich einiges besser. Vor dem Schlafen sehen wir noch die Steinböcke.










Die Nacht war grauenhaft! Habe ich überhaupt geschlafen? Ich zweifle, dass es mehr als 3h waren. Ich lag (weil Hütte sehr voll – trotzdem dankbar für den Platz, soll gar nicht undankbar wirken) sehr nah an einem fremden und sehr laut schnarchenden Mann. Plus hatte ich dann doch wieder Genickstarre und drehte mich gefühlt 20 Mal hin und her. Erholung somit nicht geglückt. Aber egal, ich hatte mit gar kein Schlaf schon den Dom oder den Piz Bernina geschafft, daher kann ich darauf vertrauen, dass es schon gut gehen wird. Da bin ich ich mir Schlimmeres gewöhnt. Das ist immer gut, wenn man auf solche Erfahrungen zählen kann und sich nicht so sehr stresst. Nach dem Frühstück ziehen wir los. Es ist schon Tag 4! Der Start geht über eine wunderschöne Hochebene bis zur Fuorcla da Punteglias. Die kenne ich auch schon, von der Tödiroute. Es ist etwas steil und hat nicht so gute Tritte, aber wir kommen prima voran. Auf dem Pass sieht Michal einen Blutfleck auf einen Stein und sagt: „Oh wä hier ist Blut von jemandem.“ Im Abstieg, sehr schuttig und rutschig, wie man es sich in Flims auch gewohnt ist, merken wir das meine Wade blutet. War somit mein Blut am Stein. Upsi. Nach dem Abstieg kommen wir auf eine erneut super schöne Hochebene. Hier sammelt Michal noch einen Ballon auf, diese die man an Hochzeiten steigen lässt. Finden wir beide saudoof, wenn die nachher an solchen Orten landen. Krass, dass man sowas heutzutage noch erlaubt.
Der Abstieg von der Hochebene ist der schlimmste Abschnitt meiner ersten Woche. Hohes Grass und Büsche in einer steilen Grasshalde. Der Weg ist noch ganz neu, es gibt ihn erst seit Herbst 2025. Wir verlieren den Weg (weil er einfach aufhört) und ich habe grosse Mühe mit meinen Füssen. Die ständige schräge Belastung auf den Fuss und den fehlenden Halt tun weh. Auch das Knie rebelliert. Ich bin angespannt, mein ganzer Körper ist fokussiert und ich muss mein Gewicht fest auf meine Stöcke stemmen, so kann ich die Belastung für Fuss und Knie reduzieren. Michal geht voraus und hilft mir: „Schau hier ist wieder ein guter Tritt!“ Sie hat nicht mal Stöcke und rutscht zwar ein paar mal (harmlos) aus und fällt nach hinten, aber das macht ihr nicht viel aus. Ich verfluche den Weg und als wir unten sind bin ich extrem dankbar, dass nichts passiert ist. Der Weg wäre nicht sehr schwer, zumindest für die Christina die vor zwei Jahren noch zwei starke und gesunde Füsse hatte. Für die 2026-Christina war jedoch das Limit erreicht.
Unten im Val Russein bzw. kurz vor der Alp machen wir am Fluss eine Pause unter einem Bäumchen, denn weit und breit einzigen Schatten an einem erneut brutal heissen Tag. Hitzewelle halt. Wir haben über eine Stunde länger gebraucht. Michal snackt, ich kühle mich erst im Fluss ab, vorher kann ich nicht an Essen denken. Ich muss mich erstmal von den Strapazen erholen und die Anspannung in meinem Körper mit dem kaltem Wasser das Tal hinunterspülen. Einer meiner Füsse tut nach diesem mit grossen Strapazen verbundenen Abstieg bei jedem Schritt weh.
Nach einer stärkenden Pause geht es für uns auf unterschiedlichen Wegen weiter. Ich habe noch mind. 4h vor mir zur Cavardirashütte und Michal steigt ins Tal nach Cumpadials ab. Sie plant zu joggen, in Bergschuhen. Glücklicherweise kommt sie nicht weit und wird von einem Paar mit dem Auto mitgenommen. Mein Tag wird jetzt nochmals richtig hart. Die Sonne brennt mir (wie alle Tage zuvor, sorry für die Hitze-Jammer-Wiederholungen) erbarmungslos ins Genick und der lange Anstieg bereitet mir zu Beginn Mühe. Ich muss durch eine Schafherde mit Herdenschutzhunde, doch das geht prima. Ich werde ignoriert. Am Schluss komme ich noch in den Flow und finde es trotz grosser Anstrengung wieder schön alleine unterwegs zu sein. Der letzte Aufstieg zur Cavardirashütte zieht sich trotzdem in die Länge und am Schluss komme ich im Blockfeld ein bisschen vom Weg ab. Als ich endlich oben bin, bin ich so erleichtert. Der Tag ist geschafft. Es ist aber trotz dem frühem Start schon 18.00 Uhr. Es gibt eine gründliche Katzenwäsche (noch immer kann ich nicht schlafen, wenn ich mich vorher nicht gut waschen konnte) und ich darf ich Adlerhorst Bett schlafen.
Beim Znacht sind wir eine zusammengewürfelte Gruppe, ich die Einzige, die alleine hier ist. Es wird viel und laut geredet und ich bin so müde, dass ich etwas teilnahmslos bin. Trotzdem nimmt das Gespräch fahrt auf und gipfelt in: „Du hast doch sicher auch dieses Buch von der Ragettli gelesen?!“ Ist das jetzt ein Witz?! Werde ich verarscht? Etwas unbeholfen antworte ich: „Das ist mein Buch.“ Es kommt danach kein, haha ja war ja logisch. Sondern eher Sprachlosigkeit und Staunen von den beiden Männern über 50. Und auch Freude: „Was nein, jetzt treffen wir dich hier! So oft haben wir über dein Buch und deine Wanderung geredet! Unglaublich! Hier sitzt Prominenz mit uns am Tisch!“ Irgendwie herzig und trotzdem ist es mir auch etwas unangenehm. Schwierig zu erklären. Die Via Alpina ist sechs Jahre her. Es fühlt sich mittlerweile fast hochstaplerisch an, wenn ich so fest dafür gelobt werde. Ich denke aktuell könnte ich nämlich keine Via Alpina schaffen. Ich gehe danach schlafen, der Tag war lang und fordernd. Ich hoffe sehr, dass mein Körper die Strapazen alle über Nacht gut verarbeiten kann und dass ich morgen keine langfristigen Probleme habe.



















Die Nacht im Bett direkt unter dem Dach, ohne Nachbarn (waren alle in einem Raum, aber war trotzdem für mich alleine im Bett direkt unter dem Dach) war ziemlich gut! Nach dem Frühstück um etwa 07.30 Uhr ziehe ich los. Es ist schön, konnte ich noch die alte Cavaridrashütte besuchen. Anscheinend wird diese Ende Juli abgerissen und es kommt ein Neubau aus Holz. Komisch auf über 2600 Metern über Meer. Da würde eine Hütte aus Stein landschaftlich eigentlich etwas besser passen. Ich möchte die neue Cavardirashütte auf jeden Fall auch besuchen.
Nach einem Blockfeld geht der Alpinwanderweg über den Gletscher. Man wandert tatsächlich auf Eis und es ist schon etwas rutschig, wenn es nicht gerade Steine im Eis hat, wo man á la „The Floor is Lava“ vorwärts kommt. Somit gar nicht so einfach ohne Steigeisen. Ich überhole ein Paar, das mit dem Weg etwas Mühe hat. Danach kommt eine Kraxelpassage mit Seilen und einer Leiter bis auf den Brunnipass. Diese macht mir Spass und oben angekommen treffe ich auf den Wildhüter von Disentis. Der beobachtet mit seinem Hund und Fernglas die Tiere. Ich steige ab, und der Abstieg braucht zu Beginn etwas Zeit. Auch hier hat es viele Stahlketten und ich setze wieder jeden Tritt möglichst genau, weil auch hier knickt man schnell um und das sollte ich vermeiden, auch wenn es schlussendlich doch täglich passiert. Zum Glück nie allzu schlimm. Aber an dieser Stelle sollte ich wohl auch mal erwähnen, dass mein Körper sich über Nacht auch mit 33 Jahren noch erholt, dass man eigentlich an Wunder glauben muss. Crazy, darauf bin ich wirklich sehr stolz. Was für ein verlässlicher Körper. Er weiss bestens, wann er sich zusammenreissen muss und ich führe viele Selbstgespräche, wo ich ihm für die gute Zusammenarbeit als starkes Team danke! Und ich dehne jeden Abend. Das ist neu, hatte ich früher so gut wie nie gemacht, aber da eine gute Erholung nach einer Nacht für mich noch selbstverständlich und kein Grund einen Absatz voller Stolz darüber zu schreiben.
Meine Route geht oberhalb von Disentis weiter nach Cuolm da Vi und ich habe wieder Netz. Die letzten zwei Tage war ich mehrheitlich offline! Bei der Bergstation esse ich Pizokel mit viiiel zu viel Käse (das ich das jemals schreiben würde, aber hat wie ein Fondue ausgeschaut) und gehe danach unter der Bahn den Weg ins Tal nach Sedrun, wo ich mich auf meine erste Dusche in meinem gebuchten Hotelzimmer freue! Juhu, endlich! Als ich ankomme bin ich erneut ziemlich am Ende. Diese ersten fünf Tage waren alle hart! Nicht viele Kilometer, aber immer heftige Aufstiege oder Abstiege. Ich darf nach dem Duschen meine Kleidung für 25.- Franken zum Waschen abgeben und gehe in den Coop, um Früchte zu kaufen. Gegen Abend trifft meine Mama in Sedrun ein, um mit mir Znacht zu essen. Wir verbringen einen schönen Abend auf der Restaurantterrasse.











Nach der Nacht im Hotel habe ich mich wieder gut erholt und auch bestens geschlafen. Langsam gleicht sich mein Schlafdefizit wieder aus. Nach dem Frühstück frage ich nach meinen Kleidern und es gibt kurz Probleme mit meiner Wäsche. Sie ist noch nicht bereit. Ich soll in 10 Minuten wiederkommen. Dann bekomme ich alles zurück, aber mein Merino Wandershirt (habe zwei dabei) fehlt (das Bessere). Als ich es melde, wird es zum Glück noch gefunden.
Mit Verspätung starte ich auf die Senda Sursilvana und auch dem Jakobsweg in Richtung Oberalppass. Es ist zu Beginn nicht so schön und auch die Bremsen stechen mich. Nach etwa 2h gibt es eine Pause am Boden im Schatten eines Hüttli neben der Strasse als mich jemand anspricht. Ein älterer Mann, früherer Gemeindepräsident von Disentis und 20 Jahre im Nationalrat. Er fragt wo ich heute hingehe und findet die geplante Strecke von Sedrun via Oberalppass zur Maighelshütte schon als extrem lange. Dabei ist es eigentlich eine gemütliche Etappe heute. Aber das tut meinem Ego auch nicht schlecht, wenn man davon beeindruckt ist. Ich telefoniere heute sicher eine Stunde mit Lara, und der Aufstieg nervt. Aber so werde ich abgelenkt. Auf dem Oberalppass ist ein riesiges Gewusel und ich mache meine Mittagspause kurz vorher im Schatten. Da der Weg zur Maighelshütte – ein gemütlicher Höhenweg – nach einem Erdrutsch bzw. kleiner Bergsturz zu gefährlich ist, geht es leider wieder bergab, nur um danach alles wieder aufzusteigen. Da ich, obwohl es auf der Karte sichtbar war, nicht damit gerechnet habe, ärgert es mich. Aber es sind nicht mal 30 Minuten, die man zusätzlich investieren muss. Ich komme vor den Gewittern in der Maighelshütte an und freue mich Nora und Mauro mit Tara wieder zu sehen. Sie führen die Hütte seit einigen Jahren und durch meine Vorstandsarbeit bei der SAC Sektion Terri habe ich sie in den letzten Jahren besser kennengelernt. Ich darf sogar duschen und bekomme ein super „Einzelbett“ im Mehrbettzimmer, mit anscheinend einer besseren Matratze. Bevor ich den Abend mit ihnen verbringe schreibe ich zum ersten Mal ein bisschen am Blogpost, immerhin ist es schon das Ende von Tag 6, eigentlich bin ich bereits weiter als ich es zu Beginn gedacht hätte.
Das Abendessen gibt es für mich etwas später, nach dem die Hüttengäste versorgt sind, im Mitarbeiterbereich mit dem ganzen Team. Es tut mir gut, ich fühle mich sehr wohl in dieser Runde. Auch wenn ich Allein-Zeit mag, schätze ich es wenn ich kurzzeitig ein „Zuhause-Gefühl“ habe. Das ist etwas, was man unterwegs zu vermissen beginnt. Erwähnt werden muss an dieser Stelle das feine Essen: Frischer Kartoffelstock mit Nusstätschli (für die Vegis), die soo gut waren. Die Nacht ist super ruhig trotz dem Gewitter und den Blitzen, die das Zimmer erhellen. Auch mein Sleepscore ist ziemlich hoch!







Tag 7 steht auf dem Programm. Juhu, ein Meilenstein! Wie schön, dass es überhaupt geklappt hat eine Woche unterwegs sein zu können. Heute gibt es eine kurze Etappe zur Cadlimohütte von 3-4 Stunden und nach dem Bornengo Pass plane ich eine blau/weisse Route via Mottone Seen zu gehen. Am Morgen regnet es noch, sodass ich erst um 8.30 Uhr starte, wie viele andere auch. Ich verabschiede mich von Nora und Mauro und mache mich auf den Weg. Ich überhole ein paar Wanderer und sehe schöne Bergseen. Doch heute ist das Wetter nicht so sonnig und mein Bergseebad will ich erst am Schluss bei der Cadlimohütte machen, daher geht es weiter bis ich auf junge Steinböcke treffe. Sie sind nur wenige Meter von mir weg und weil der Pass nur noch etwa 5 Minuten entfernt ist, mache ich eine frühere Mittagspause, um den Steinböcken zuzuschauen. Nach etwa 30 Minuten geht es weiter. Ich steige beim Pass in die blau/weisse Route ein und kraxle über grosse Blöcke dem Grat entlang in die Höhe. Kurz nach dem ersten Gipfel und einigen Fixseilen geht es weiter steil bergauf zum zweiten Gipfel als die ersten Regentropfen mich treffen. Hmm, eine Gewitterentwicklung habe ich gemäss den Meteoprognosen für später erwartet, aber wenn man in den Himmel schaut sieht man klar, dass diese dunkle Wand mit grosser Geschwindigkeit auf mich zurast. Nicht nur das Gewitter ist schnell, auch ich habe meine Tempo aufs Maximum gesteigert und hetze über aussgesetzte Passagen zum zweiten Gipfel. Es donnert nun immer lauter und ich komme bereits in den Abstieg, der glücklicherweise viel entspannter ist als der Aufstieg. Schnell gehe ich bergab, komme zur ersten Fläche beim oberen See als der Regen jetzt richtig heftig einsetzt. Ich weiss die Hütte ist nicht mehr weit, ich weiss auch, ich müsste jetzt dringend anhalten und meine Regenjacke aus dem Rucksack kramen und den Poncho anziehen. Aber wie schon öfters denke ich: Egal, bin eh schon nass, jetzt spielt es auch keine Rolle mehr. Mittlerweile renne ich die Strecke. Es geht ein zweites Mal bergab, nicht mehr so steil, aber nun ist es rutschig auf einen grassigen Grat. Dann sehe ich den ersten Blitz in nächster Nähe und mir ist klar, Plan A jetzt einfach bis zur Hütte durchzupushen, muss sofort abgebrochen werden. Zeit für Plan B. Ich steige von Grat etwas auf die Seite ab und komme zu einem Felsvorsprung und einem kleinen Bödeli darunter. Dort gehe ich in Kauerstellung, die Füsse nah beieinander, das ist übrigens verdammt streng. Das Gewitter ist genau über mir und ich suche nun doch nach meiner Regenjacke. Auch wenn ich den Rucksack nur ganz kurz öffne, wird der Inhalt trotzdem schon nass. Das nasse Shirt ziehe ich aus, die Regenjacke und den Poncho an. Fast 20 Minuten sitze ich dort und es blitzt, donnert, regnet und hagelt. Aber es geht mir gut, ich schätze meinen Platz als sicher ein, auch wenn ich sehr nass werde und die Kauerstellung aufgeben habe und auf dem Boden sitze. Es ist ziemlich laut! Ich warte bis länger kein Blitz mehr zu sehen ist und warte noch ein paar Minuten mehr, um wirklich sicher zu sein. Dann eile ich zurück zum Grat und gehe weiter zum zweiten See. Kaum bin ich wieder auf den Beinen sehe ich die Hütte. Sie wäre so nah gewesen! Trotzdem dauert es sicher nochmals 15 Minuten ehe ich sie erreiche. Ich bin völlig durchnässt, doch kurz nach dem Gewitter treffen vereinzelt wieder Sonnenstrahlen mein Gesicht. Ich zögere nicht, ziehe mich aus bis auf die Unterwäsche und springe in den See vor der Hütte. Nass bin ich eh, kalt ist mir auch, wenigstens den Schweiss möchte ich noch loswerden. Es ist erst 13.30 Uhr und ich habe den Tag, der eingentlich der kürzeste und entspanntste dieser Woche werden sollte, bereits abgeschlossen. Konditionell war es nicht streng, aber mental trotzdem fordernd. Doch ich bin sehr froh, dass mir in solchen Situationen meine Erfahrung Ruhe bringt und mich bei einer guten Entscheidungsfindung unterstützt. Ich hänge meine Sachen auf und wechsle in mein trockenes Hüttenoutfit. Mir wird mein Zimmer gezeigt und eine junge Frau (sie ist 16!) die als Aushilfe auf der Hütte ist spricht mich an, ob ich die Christina vom Buch sei. Sie habe es vor ein paar Jahren gelesen und träumt auch von einer Reise ähnlicher Art. Es ist für mich immer noch sehr verrückt, dass mein Buch in den Bergen recht präsent ist. Ich wurde in der ersten Zeit sechsmal darauf angesprochen. Ob ich wirklich „die Christina“ bin. Daran werde ich mich nie gewöhnen und werde wohl auch nie wissen, wie man möglichst cool darauf reagiert ohne selbst zu erröten. Der Abend auf der Cadlimohütte ist schön, vor allem gibt es feine Älplermacaroni! Die Woche 2 kann kommen!


















1 Comment
Yvonne
25. Juli 2026 at 18:51Liebe Christina,
ich freue mich unendlich, wieder einen längeren Blogpost von dir zu lesen und deine aktuelle Wanderung mitzuverfolgen! Das macht mir sooooo einen Spaß 🙂 Ich wünschte, du würdest/ könntest noch öfter auf diese Weise unterwegs sein und uns «mitnehmen». Via Alpina forever 😉 Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und ganz viel Gesundheit für die kommenden Wochen. Ich bin gespannt auf den nächsten Blogpost.
Viele Grüße,
Yvonne